Heise 26.03.2026
09:00 Uhr

heise+ | Kaltstart eines Rechenzentrums: Die Umsetzung in der Praxis


Zwar basiert die Kaltstartfähigkeit einer IT-Infrastruktur auf der Automatisierung, doch stellt sie weitere spezifische Anforderungen.

heise+ | Kaltstart eines Rechenzentrums: Die Umsetzung in der Praxis

Standen im Einstieg in die Entwicklung der Kaltstartfähigkeit einer IT-Infrastruktur die System- und Anwendungskonfigurationen im Vordergrund, stehen nun auch Arbeiten an VMs, Containern und Appliances an, ebenso wie das Erstellen von Boot-Images und die Orchestrierung. Dann endlich sollte der Kaltstart-Roll-out der Infrastruktur gelingen. Den Anfang macht aber die Provisionierung von Serverhardware, die immer eine besondere Herausforderung darstellt.

Hier kommen bereits seit Jahrzehnten Board-Management-Controller zum Einsatz, die in NetBox bis zur Einführung der Module Type Profiles mit dem Tag BMC markiert sind und ein Out-of-Band-Management erlauben. Dabei haben einige Hersteller ihre proprietären Entwicklungen platziert, etwa HPE iLO (Integrated Lights-Out), Dell iDrac (Integrated Dell Remote Access Controller) oder Lenovo sein XClarity.

Parallel dazu hat sich hier mit dem IPMI (Integrated Platform Management Interface) ein herstellerunabhängiges Protokoll etabliert, ebenso wie seine Weiterentwicklung Redfish, die JSON als Austauschformat nutzt. Ansible-Plug-ins, proprietäre Erweiterungen wie community.general.ilo_redfish_info oder idrac_redfish_config, Python-Bibliotheken und Tools wie Redfishtool, Tacklebox oder Sushy schließen die Lücke zwischen NetBox und dem BMC. Hier hilft einmal mehr die Standardisierung schon bei der Beschaffung der Server.